Über mich
Meine Qualifikationen (Auswahl)
- Dipl.-Ing. (FH) - Techn. Umweltschutz
- Umweltmanager (Universität)
- Masterstudium Umweltwissenschaften (Universität)
- Anlagenplaner für Erneuerbare Energien (universitäre Weiterbildung für IngenieurInnen)
- Lichtplaner (TÜV Süd)
- Energieanalyst (TÜV Süd)
- Beraterqualifizierung Ressourceneffizienz in KMU (VDI Zentrum Ressourceneffizienz GmbH)
- seit 15 Jahren Mitglied im Verein Deutscher Ingenieure e. V. (VDI)
Mein Lebensweg
Auch wenn wir uns laut Theodor Fontane, dem großen Dichter des alten Preußens, selber nie ganz kennen und über Nacht „andre geworden [sind], schlechter oder besser“, folgt hier nun eine kurze Selbstbeschreibung.
Geboren Ende der 1970er im Ruhrgebiet, war der Begriff „Smogalarm“ für mich alltäglich. Auch die Debatten über den Rhein, den Bundesminister Siegfried Balke einst die „größte Kloake Europas“ nannte, haben mich sehr geprägt. Tatsächlich zeigte sich bereits im Kindergarten mein Wunsch, Luft und Wasser zu reinigen. Mit Hingabe malte ich etwa Bilder von Anlagen, welche der Wasseraufbereitung dienen sollten. Leider wurde meine Intention von den Kindergärtnerinnen nie erkannt, sodass die Bilder von eben diesen stets mit dem Etikett „Fabrik“ versehen wurden (siehe Foto unten).
Insbesondere mein Vater war es, der meinen zwei Schwestern und mir die Natur näher brachte. Ich erinnere mich noch sehr gut an sein grünes Bestimmungsbuch. Von ihm lernten wir in der Hauptsache aber den Respekt vor allem, was lebendig ist. So ist es uns schnell in Fleisch und Blut übergangen, unter jedem größeren Stein nach Eidechsen oder Blindschleichen zu schauen, diese danach aber auch vorsichtig wieder umzudrehen, um den ursprünglichen Zustand zu erhalten. Mit einer meiner Schwestern demonstrierte ich als Grundschüler gegen die Verschmutzung der unserer Wohnung gegenüberliegenden Ententeiche. Wir bastelten uns Demoschildchen, malten Goldfische darauf und versuchten, die Passanten für das Thema zu sensibilisieren. Besonders sensibel sind wir dabei allerdings nicht vorgegangen, denn ich erinnere mich, dass meine Schwester einen der vorzeitig verstorbenen Fische auf einen Stock spießte und den Leuten demonstrativ unter die sich rümpfende Nase hielt.
Meine liebsten Schulfächer waren über die gesamte Schulzeit Physik, Chemie, Biologie und Deutsch. Ich sehe in den „harten“ Naturwissenschaften und den „weichen“ Geisteswissenschaften keine Kontrahenten, sondern Mitspieler. Daher interessiere ich mich für interdisziplinäre Herangehensweisen, wie ich sie etwa im Studiengang Umweltwissenschaften gefunden habe. Eines meiner aktuellen Lieblingszitate lautet:
„Die Wissenschaft ist der Verstand der Welt, die Kunst ihre Seele.“
(Maxim Gorki, Schriftsteller)
So war es zu Beginn für mich auch gar nicht so einfach, den richtigen Studiengang zu finden. Doch rückblickend bin ich sehr froh, dass ich 2005 schließlich Ingenieur wurde.
Ein besonders prägender Abschnitt meines Lebens war kurz danach die Zeit im veganen Einkaufsmarkt meiner großen Liebe Steffi. Was sie als Pionierin der veganen Bewegung in München aufgebaut hat, war außergewöhnlich und weit voraus. Ich bin dankbar und stolz, ein Teil dieses Weges gewesen zu sein. Steffi wurde mit einem gesundheitlichen Handicap geboren und verstarb im Sommer 2014. Die Jahre an ihrer Seite gehören dennoch zu den schönsten meines Lebens und haben meine Haltung zu Ernährung, Ethik und Umwelt nachhaltig vertieft.
Als in München eine Ära meines Lebens leise ausklang, spürte ich, wie mich der Bodensee rief – ein Ort, an dem sich Abstand und Aufbruch berühren. So führte mich der Weg konkret nach Lindau, hinein ins Dreiländereck, wo neue Horizonte warteten und Vergangenes behutsam zu Ruhe kommen sollte.